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Musik- und Künstlerrecht

 

Musik bewegt uns. Sie ist ein elementarer Grundstein unserer Kultur, sie transportiert durch ihren Facettenreichtum Traditionen, wir assoziieren mit Ihr Erinnerungen, Gefühle und vieles mehr.

 

Das deutsche Urheberrechtsgesetz (UrhG) schützt in § 2 Abs. 2 Nr. 2 ausdrücklich Werke der Musik. Ihr wird damit auch vom Gesetzgeber seit jeher ein besonders hoher Stellenwert in unserer Rechtsordnung beigemessen. Sie und die an ihr Mitwirkenden sollen daher besonders geschützt werden.

 

Zu dem vom „Musikrecht“ angesprochenen Personenkreis gehören nicht nur die unmittelbar Musikschaffenden (also die Musiker, Bands und Musikgruppen), sondern noch viele mehr, wie z.B.

 

             Musiknutzer, Konzertbesucher

             Booking-Agenturen, Werbeagenturen

             Musiklabels, Verleger, Konzertveranstalter, Tonträgerhersteller,  Musikvertriebe

             Bühnenhelfer, Bühnendarsteller, Tänzer, Choreografen

             Musikproduzenten, Tonstudios, Studiomusiker

 

Es gibt einen nicht abschätzbaren Bedarf an rechtlicher Beratung im Bereich der Musik. Einige Beratungsfälle könnten sein z.B. Fragen rund um das Thema Gema (Anmeldung von Auftritten und Vervielfältigungen, Lizenzierung, Mitgliedschaft in der Gema, Auswertung und Tantiemen, Konzertveranstaltung), der Schutz des geistigen Eigentums (Abmahnungen; Rechtsverfolgung und gerichtliche Durchsetzung der eigenen Ansprüche), Marken- und Namensschutz, Merchandising (Character Merchandising, Personality Merchandising), Tonträgerherstellung, Musikproduktion und -vermarktung (Bandübernahmeverträge, CD Produktion, Merchandising, Verlagsverträge) als auch Bandcoaching.

 

Neben der Musik gibt es weiterhin eine fast unerschöpfliche Bandbreite an kreativ Schaffenden, die sich der bildenden Kunst verschrieben haben und darüber hinaus viele Verwerter, deren Aufgabe es vor allem ist, die Kunst der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf beiden Seiten können sich Probleme auftun und es besteht Regelungsbedarf, um die gegenseitigen Interessen zu wahren und zu schützen.

 

Viele Künstler haben nicht selten Berührungsängste, wenn es um den Kontakt mit potentiellen Auftraggebern, Galeristen und Verlegern geht. Denn sie befürchten, in ihren Rechten beschnitten zu werden und die Herrschaft über ihre Kunst zu verlieren.

 

Unsere Aufgabe in diesem gesamten Prozess ist es, den Künstlern im Umgang mit den vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten ihrer Schöpfungen und Werke beiseite zu stehen und ihre berechtigten Interessen gegenüber Dritten zu wahren.

Aber auch auf der Seite der Verwerter besteht Beratungsbedarf. Was muss man beachten, wenn man einen Künstler mit der Herstellung eines Werkes beauftragt? Was muss beachtet werden, wenn fremde Werke ausgestellt werden? Wie sichere ich mich als Galerist ab? Typische Beratungsfälle sind z.B. rechtliche Fragen in Zusammenhang mit

 

             dem Veranstalten von Ausstellungen

             dem Betrieb einer Galerie (inkl. Galerieverträge mit den ausstellenden Künstlern)

             Produktionsverträge (Beauftragung von Künstlern zur Erstellung eines bestimmten Werkes)

             Schutz des geistigen Eigentums (Rechtewahrung und –durchsetzung gegenüber Dritten, z.B. wegen unberechtigter Nutzung)

             Markenschutz, Geschmacksmusterschutz